Was sind Trainingsprinzipien und warum sind sie so wichtig?

Trainingsprinzipien sind Grundlagen der Trainingswissenschaft und stellen sicher, dass Sie im Training Fortschritte erzielen können. Ohne Kenntnisse und Anwendung warten Sie (meistens) vergeblich auf Ihren Erfolg.

Ganz besonders Fitness-Studio Besucher sind enttäuscht, wenn sie nach einem Jahr Mitgliedschaft immer noch kaum Veränderungen feststellen. Der überwiegende Anteil davon hat am falschen Ende gespart und hat sich keinen Personal Trainer geleistet. Wobei ein Personal Trainer (leider) auch keine 100%ige Garantie ist …

1) Prinzip des trainingswirksamen Reizes

Dieses besagt, dass ein Belastungsreiz ein gewisses Maß überschreiten muß, um wirksam zu sein. Ein ganz triviales Beispiel aus dem Fitness-Studio: Wenn ein 80kg Mensch mit 30 kg die Beinpresse macht, ist der trainingswirksame Reiz nicht vorhanden. (Ausgenommen sind dabei natürlich Kranke in der Reha, Schmerzpatienten, frisch Operierte etc.)

2) Prinzip der Belastungs- bzw. Trainingshäufigkeit

1x pro Woche Ausdauer- oder Krafttraining ist zu wenig. Mindestens 2x in der Woche sollten Sie sowohl Kraft, Ausdauer und Flexibilität trainieren.

3) Prinzip der ansteigenden Belastung

Ich habe im Fitness-Studio Menschen getroffen, die schon mehr als 1 Jahr die gleichen Übungen/Geräte benützten mit den gleichen Gewichten. Wenn die Belastungen über einen längeren Zeitraum gleich bleiben, passt sich der Körper an und es erfolgt KEINE Leistungssteigerung. Weil nämlich das Prinzip des trainingswirksamen Reizes verletzt wird. Das heißt also, dass die Belastungen in gewissen Zeitabständen erhöht/verändert werden müssen. Das gilt nicht nur fürs Fitness Studio, sondern auch in meinen Kursen. Jahrelang nur das gleiche Theraband zu verwenden, ist ebenso kontraproduktiv.

4) Prinzip der Kontinuität und Wiederholung

Um eine Trainingseffekt nicht nur auszulösen, sondern die Leistungsfähigkeit auf dem neuen Niveau zu stabilisieren, ist es notwendig, dass die Belastungen über einen längeren Zeitraum (Wochen – Monate) kontinuierlich wiederholt werden. Die endgültige Adaptation ist erst erreicht, wenn die Umstellung in allen Funktionssystemen erfolgt ist.

5) Prinzip der optimalen Gestaltung von Belastung und Erholung

Dieses Prinzip beruht auf der Tatsache, dass jeder Trainingsbelastung (katabole Phase) eine gewisse Zeit der Wiederherstellung (anabole Phase) folgen muss, um eine erneute gleichartige Belastung bei günstigen Voraussetzungen durchführen zu können. Dieses Prinzip basiert auf dem Phänomen der Superkompensation. Das besagt, dass die Wiederherstellung nach einer Belastung nicht nur bis zum Ausgangsniveau erfolgt, sondern darüber hinaus.

6) Prinzip der regulierenden Wechselwirkung

Verschiedene Elemente des Trainings können sich positiv oder negativ beeinflussen. Das Prinzip besagt, dass bei der Planung des Trainings darauf geachtet werden muss, negative Wechselwirkungen einzelner Trainingsinhalte möglichst zu vermeiden. Ein sehr gutes Beispiel ist, dass viele im Fitness Studio zuerst ein Ausdauertraining machen, dann erst Krafttraining. Nicht OK. Krafttraining kommt zuerst. Koordination macht man auch nicht nach dem AD-Training. Schnelligkeit übt man auch nicht zuletzt, etc.

7) Prinzip der Variation

Diese Variation der Belastungsreize kann sich im Training nicht nur auf Intensitätsänderungen, sondern vor allem auf den Wechsel von Trainingsinhalten, der Bewegungsdynamik, der Pausengestaltung, also auch der Trainingsmethoden beziehen. Sie stellen für den angesprochenen Bereich (vegetatives Nervensystem) eine Unterbrechung der Belastungsmonotonie dar und verursachen als ungewohnte Belastungsreize weitere Homöostasestörungen mit nachfolgenden Anpassungen.

Wenn Sie unsicher sind, wie Sie Ihr Training gestalten sollen, rufen Sie mich an und wir vereinbaren einen Termin, damit Ihr Training Sie näher zu Ihren Zielen bringt!

Quelle: www.dsv-datenzentrale.de, 13.01.2016

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